Brauche ich Big Data?

Das Thema zu Big Data und Data Analytics wird in weiten Teilen des Internets gross vermarktet. Doch oftmals bleiben die Beiträge, Informationen und auch Einsatzbeispiele auf einer Höhe, mit der sich viele KMU’s nicht identifizieren können. Es werden Beispiele wie Google, Facebook, YouTube usw… genannt. Auch spricht man gerne von Petabyte an Daten und nicht zuletzt der grossen Menge welche IoT Devices generieren, wenn man denn ein paar tausend Stück davon hat.

Ich möchte in diesem Beitrag das Thema etwas auf den Boden bringen. Der grosse Anteil an Schweizer KMU’s hat weder riesige Datenmengen noch bewegt man sich in Konzerngrössen wie Google usw… Trotzdem ist das Thema auch für KMU’s wichtig.

Anzeichen vom Bedarf an Big Data Lösungen

Prinzipiell kann man in jeder Firma gewisse Anforderungen für Big Data finden. Es beginnt schon bei den unzähligen Excel-Dateien die auf Fileservern oder lokal gespeichert sind. Natürlich, Excel ist eine Allround-Waffe für ein Geschäft und hilft in vielen Bereichen ungemein. Doch meistens nur für eine Person. Möchten mehrere Personen damit arbeiten muss man sich schon absprechen wo die Datei zu liegen hat und wie man damit umgeht. Abgesehen davon, sobald mehrere Excel-Dateien existieren sind wichtige Daten verteilt und nur mühsam zusammenzubringen.

Ein weiterer Punkt sind die Daten, welche uns allen zur Verfügung stehen, nämlich im Internet. Diese sind, je nach Quelle, sehr wertvoll. Stellt man sich vor, dass man alle aktuellen, öffentlichen Daten zu seiner Konkurrenz innert Sekunden auf dem Bildschirm hat, oder immer mitbekommt was gerade im Markt wichtig ist, in dem man sich bewegt. Viele haben kaum Zeit sich immer aktuell zu halten, und wenn doch, dann ist dies sehr zeitaufwändig. Google ist Dein Freund….

Konkretes Beispiel

 

Dieses aktuelle Beispiel existiert effektiv bei einem Kunden von mir, und hoffe damit etwas Klarheit in die Möglichkeiten des Themas zu bringen. Im Einsatz ist ein ERP-System, welches über Jahre gewachsen ist. Man hat unzählige Anpassungen vorgenommen, so dass nun ca. 80% individuell sind. Das hat zwar den Vorteil dass das System sehr gut auf die Firma passt, doch Anpassungen sind aufwändig.

Interne Daten:
Im Bereich des Reportings kommen immer wieder Anforderungen von der Geschäftsleitung, welche Zahlen und Fakten aufbereitet haben möchten. Die IT-Abteilung hat viele Stunden Aufwand, um die gewünschten Reports auszuarbeiten.
Ein weiteres Problem ist, dass über viele Jahre die Reports mit Excel gemacht wurden. Inzwischen ist die Datenmenge aber doch so gross, dass diese nicht mehr mit Excel verarbeitet werden können. Deshalb muss auf gewisse historische Daten verzichtet werden.

Für Big Data ist die Datenmenge noch verhältnismässig klein. Die Datenbank des ERP ist gerade mal 80GB gross. Es sind auch nicht unzählige Reports, doch der Aufwand für Pflege und Anpassungen ist trotzdem sehr hoch. Hier sprechen wir prinzipiell von Business Intelligence, diese internen Daten sollen aber in Zukunft angereichert werden wie nachfolgend beschrieben.

Externe Daten:
Von Geschäftsseite wäre es interessant, gewisse externe Daten zu analysieren und in die Reports einzubeziehen. Der Verkauf  vermutet, dass die Nachfrage nach Produkten eine Abhängigkeit hat zu Informationen, welche öffentlich im voraus ersichtlich sind. Beispiel: Ausschreibungen sind öffentlich, diese werden voraussichtlich auch eine Nachfrage generieren. In gewissen Branchen lässt sich dies auch nachvollziehen.

Dies ist ein schönes Beispiel, wo Big Data zum Zug kommen kann. Zum einen soll das Reporting / Visualisierung vereinfacht werden, und zwar nach den Anforderungen der Geschäftsleitung. Zum anderen sollen Datenbestände vom ERP wie auch von extern zusammengeführt werden und so einen Mehrwert ergeben.

Wie kann man Big Data für sich selber nutzen?

Ich habe folgende Checkliste ausgearbeitet, welche man für sich selber durchspielen kann. Dabei geht es um unsere KMU’s und nicht um Weltkonzerne. Vielleicht finden Sie sich im einen oder anderen Punkt bestätigt. Dann wird es Zeit, sich um das Thema zu kümmern:

  • Sind bei mir Daten verteilt gespeichert, die Zusammen einen Mehrwert bilden könnten?
    –> Viele Excel-Dateien, Systeme die als Silos funktionieren, Informationsbruch zwischen Abteilungen
  • Gibt es externe Daten die ich gerne hinzuziehen würde, und so mehr Informationen hätte?
    –> Ausschreibungen, Baugesuche, Wetterdaten, Webseiten, Konkurrenzaktivitäten usw…
  • Ist der Aufwand bei uns intern zu gross, um Informationen aus Daten zu bekommen?
    –> Fehlendes KnowHow, Proprietäre Systeme, veraltete Lösungen, manuelle Arbeiten
  • Tragen wir Informationen vom einen System in das Nächste, ohne dabei einen Mehrwert zu generieren?
    –> Copy / Paste, Papierraporte, Scannen, Systeme die nicht miteinander kommunizieren
  • Welche Informationen würden mein Business unterstützen?
    –> Marktzahlen, Kundenzufriedenheit, Hype-Cycles, Wetterdaten oder Ereignisse
  • …und ich weiss nicht wie ich an diese herankomme.
    –> API’s, Schnittstellen, Datenaufbereitung
  • Haben wir Daten welche sich so schnell bewegen, dass wir die Informationen zu langsam mitbekommen
    –> Logdaten von Webserver, produzierende Maschinen, Kundenanforderungen, Supportanfragen usw….
  • Machen wir zu wenig aus unseren bestehenden Daten?
    –> CRM, Marketingergebnisse, Facebook, Webseite, Lager- und Absatzzahlen usw…

Die Liste ist schier endlos und soll in erster Linie als Gedankensanstoss helfen.

Mein Angebot

Ich würde mich freuen mit Interessierten in Kontakt zu treten und unverbindlich ein erstes Gespräch zu führen. Ich bin sicher dass sich schon nach einer Stunde Ideen zeigen, wie man das Thema für sich nutzen könnte. Für Kontaktaufnahme, hier geht es weiter: http://cyrilldurrer.com

Reports auf Excel – das muss nicht sein

Microsoft Excel ist das wohl am weitesten verbreitete Tool um Daten zu analysieren. Bei unseren Kundenkontakten sehen wir immer wieder wie Reportings in verschiedenen Bereichen in Excel nachgepflegt werden. Das ist nicht grundsätzlich schlecht und erfüllt sicher den Zweck sonst wäre es nicht so verbreitet. Excel hat aber schon einige Nachteile wie Aktualität der Zahlen, Zugriff für mehrere Personen, Schutz der Daten aufwändig, Limitationen, fehleranfällig da Formeln und Felder verschoben werden können und einige mehr. Oft werden die Zahlen auch manuell oder halb manuell von einem anderen System auf Excel übertragen. Diese Art des Reportings ist aufwändig und anfällig für Fehler.

In der Vergangenheit waren Systeme, die Excel ersetzt hätten, teuer und aufwändig in der Einführung. Heute stehen jedoch zahlreiche Tools und Services zur Verfügung, die ein individuelles Dashboard ermöglichen und damit einen zeitnahen Ueberblick über den Geschäftsgang. Auch Zahlen und Daten aus verschiedenen Quellen anzubinden und daraus aussagekräftige Reports zu erstellen ist kein Hexenwerk mehr.

Was soll erreicht werden?

Bevor man sich jedoch mit Tools und Anwendungen befasst sollte geklärt werden welche Informationen, Zahlen und Zusammenzüge sinnvoll sind. Eine Auswertung die nicht interpretiert und aus der keine Erkenntnisse ins Tagesgeschäft fliessen sollte erst gar nicht zur Verfügung gestellt werden. Die verschiedenen Abteilungen haben unterschiedliche Anforderungen an die Zahlen, die Darstellung und den Detaillierungsgrad.

  • Der Verkauf benötigt Statistiken über Abverkäufe nach Gebiet, Verkäufer, Produktgruppen, Marge etc.
  • Das Produktmanagement benötigt Zahlen über Produkte Produktgruppen Rabatte
  • Das Marketing interessiert sich für die Messbarkeit von Aktivitäten und Kampagnen
  • Produktion ist interessiert an Auslastungsdaten, Durchlaufzeiten, Ausschussquote
  • Die Geschäftsleitung möchte einen Gesamtüberblick auf einem Dashboard haben

Das kann beliebig so weitergehen und weicht natürlich je nach Firma und Branche ab. Wir sehen schon jetzt weshalb in vielen Firmen zahllose Excel Tabellen vorhanden sind. Zum Teil offizielle, die Mehrheit sind aber individuelle durch Mitarbeiter erstellte und manuell gepflegte Dateien. So ist es nicht verwunderlich, dass Arbeiten doppelt gemacht werden und die Resultate nicht über alle Zweifel erhaben sind.

Aus welchen Quellen kommen meine Daten?

Wenn klar ist welche Ergebnisse gewünscht werden geht es darum die Datenquellen festzulegen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Einerseits wird auf interne strukturierte Daten aus Datenbanken und Tabellen zurückgegriffen, andrerseits aber auch auf öffentliche Informationen oder unstrukturierte Daten. Diese unterschiedlichen Quellen sollen an ein System angedockt, bereinigt und analysiert werden, damit das oben gewünschte Ergebnis erreicht wird.

Quellen können sein:

  • ERP System
  • Produktionsplanungstool
  • CRM
  • Internet Service Datenbanken
  • manuelle Listen
  • etc

Nun geht es darum das geeignete Tool zu finden um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen und so ein Management System zu erhalten welches das Business unterstützt und Entscheidungsgrundlagen liefert. Das alles muss möglichst automatisiert und in Time verarbeitet werden. Die Bandbreite an Tools für solche Anwendungen ist sehr gross. Von kostenlosen oder günstigen Anwendungen und Services bis hin zu Enterprise Lösungen gibt es alles. Inzwischen sind zahlreiche Tools auch als Webservices erhältlich bei denen nur geringe Investitionskosten anfallen.

Vorteile einer solchen Lösung sind:

  • Jederzeit aktuellste Daten
  • Keine manuellen Arbeiten mehr
  • Keine Fehler
  • Flexibel anpassbar

Mehr dazu in einem späteren Blog Beitrag, oder fragen Sie uns einfach direkt an.

 

Facebookwerbung ist doch nichts für Firmen…hää?

Wir hören immer wieder Aussagen wie „Facebook Werbung ist doch nichts für Firmen“. Da wird nur privates Zeug gepostet.

Diese Aussage deckt sich in keinster Weise mit der Praxis. Hinter jedem Geschäftsvorgang, egal ob Consumer oder Business to Business stehen Menschen. Die Mehrheit der Menschen in der Schweiz haben einen Facebook Account. Zugegeben nicht alle nutzen ihn gleich intensiv. Viele Firmen verfügen inzwischen auch über eine Facebook Fanpage. Die Fanpages werden unterschiedlich intensiv gepflegt. Ähnlich sieht es mit den „Likes“ aus die Firmenwebseiten haben. Die Wirkung solcher Posts sollte aber nicht unterschätzt werden. Die Wahrnehmung von Posts ist massiv viel höher als wir denken. Nur gibt’s halt oft keinen direkten Feedback. Es sind auch immer die gleichen Menschen, die dann unsere Posts „liken“.

Vermutlich geht’s Ihnen auch so, wir sehen die Anzeigen, reagieren aber in den meisten Fällen nicht darauf. Trotzdem ist die Wahrnehmung da, und wenn ich für dieses Thema offen bin, erinnere ich mich entweder daran oder wenn die Werbung wieder erscheint klicke ich dann eben. Wir wissen aus eigener Erfahrung dass ca. 80-90% eine Anzeige klar wahrnehmen, auch wenn sie nicht darauf reagieren (Like, Teilen usw..).

Die Facebook Seite der Firma und die Posts sind aber oft nebensächlich wenn wir über Facebook Werbung sprechen. Denn mit bezahlter Facebook Werbung erreichen wir Menschen die sonst keinen Kontakt zu unserer Firma und unseren Produkten hätten. Das schaffen wir mit Posts und Likes nur indirekt, indem unsere „Freunde“ unsere Posts liken oder teilen. Das Ziel der online Werbeaktivität ist es letztendlich Leads oder Kunden zu gewinnen.

Hier ein kurzes Beispiel wie eine Facebook Werbeaktivität aussehen könnte:

  1. Wir erstellen eine Facebook Werbeanzeige. Möglichst mit einem Bild oder einem Video und einem kurzen knackigen Text wieso der Kunde klicken soll…. das könnte so aussehen: „Machen Sie sich auch Gedanken ob Ihre Altersrente für ein angenehmes Leben nach der Pensionierung reicht? Holen Sie sich jetzt unsere Checkliste“
  2. Nun bestimmen wir wer diese Werbung zu sehen bekommen soll. 20 jährige gehören wohl noch kaum zur Zielgruppe. Wir wählen also Facebook Benutzer zwischen 50 und 65 Jahren. Männer und Frauen. Grenzen das geographisch noch ein, weil wir sie ja dann irgendwann besuchen möchten. Nun wird diese Werbung nur den Menschen angezeigt, die diese Anforderung erfüllen.
  3. Wenn diese Anzeige geklickt wird, wird der Kunde auf Ihre Webseite weitergeleitet wo er die E-Mail Adresse hinterlässt um die Checkliste zu erhalten.

Dieses Vorgehen funktioniert in verschiedensten Branchen und mit verschiedensten Produkten. Wir sind auch in der Lage den Erfolg genau zu messen. Unsere Kunden geben uns immer wieder Rückmeldungen, dass nicht nur konkrete Leads entstehen. Es gibt auch viele Kunden die sich nicht melden, die Werbung aber gesehen haben. Das macht den Job des Verkäufers einfacher, weil wir mit dem Produkt schon im Kopf des Kunden angekommen sind

In diesem Blog finden Sie ein paar Gedanken zu  Internet Marketing für KMU im Allgemeinen.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten die Werbung zu verfeinern und den Kunden noch gezielter anzusprechen. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Internet Werbung allgemein und Facebook im Besonderen? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.

Besuchen Sie auch unsere Webseite www.2c15.com.